Bericht zu einem „Bürgergespräch“ auf Initiative einiger Bürger*innen

Am 30.3.2023 fand auf Initiative von uns Anwohnenden vormittags im Bürgerhaus Wandsbek ein „Bürgergespräch“ – wenn man dies so überhaupt bezeichnen kann – mit der Verwaltung statt, bei dem es um den Ausbau eines Fahrradweges ging. Nur sehr wenige Anwohnende konnten eingeladen und unter der Woche morgens um 10 Uhr dabei sein. Leider wurde schnell deutlich, dass dieser Ausbau zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer erfolgen wird. Viele Parkplätze müssen weichen und es werden Bäume gefällt, um Platz für den Fahrradweg zu schaffen. Die Bürger sind besorgt darüber, dass der Ausbau einseitig erfolgt und dass andere Verkehrsteilnehmer wie Busfahrende benachteiligt werden. Es fehlt beispielsweise ein sicherer Überweg mit einer Ampel oder Zebrastreifen, um die Kreuzung/Einmündung zur Kedenburgstraße zu queren.

Die Bürger haben auch Zweifel daran, dass der Ausbau des Fahrradweges tatsächlich die Verkehrssituation für Radfahrer verbessern wird. Der Weg führt nicht bis zum Ende, wo sich Schulen befinden, und auf dem Weg zur Schule gibt es Staus durch den Werksverkehr einer Schokoladenfabrik. Die Planer haben anscheinend nicht bedacht, dass ein weiterer Parkplatzbedarf durch zwei neue Bauprojekte entstehen wird. Eines davon ist ein Fußball-Liga-Stadion/Sportplatz und das andere ist das Neubauprojekt „Quartier Am Neumarkt“, bei dem ca. 380 neue Wohneinheiten entstehen werden, aber wohl nicht ausreichend Parkplätze vorgesehen sind.

Die Bürger vermuten, dass die Entscheidung für die u. E. unverhältnismäßige Version 3 des Ausbaus getroffen wurde, weil sie die größten Nachteile für den Autoverkehr hat. Sie haben das Gefühl, dass der Ausbau auch Teil eines Plans sein könnte, um den Autoverkehr zu reduzieren. Die Bürger fühlen sich nicht ernst genommen und wünschen sich einen konstruktiven Austausch mit der Verwaltung.

Es bleibt abzuwarten, wie die Verwaltung auf die Bedenken der Bürger reagieren wird und ob es zu weiteren Gesprächen kommen wird, um eine Lösung zu finden, die für alle Verkehrsteilnehmer akzeptabel ist.

https://www.hochbahn.de/de/projekte/e-busse-fuer-hamburg

#rettetamneumarkt

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