
Am Neumarkt, 10.6.2022
Liebe Nachbarn,
in Zeiten des Energiesparens und der Nachhaltigkeit sollten wir uns bewusst sein, wie kostbare Ressourcen wie Wasser genutzt werden. In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass an der Baustelle Am Neumarkt/Kedenburgstraße seit einigen Tagen Wasser ununterbrochen in die Kanalisation fließt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit knappen Ressourcen ist dies sicherlich ein Grund zur Besorgnis.
Es stellt sich die Frage, warum dieses Wasser nicht anderweitig genutzt wird, um beispielsweise Bäume oder Gärten zu bewässern. Viele von uns haben mit steigenden Wasserrechnungen zu kämpfen, und diese Wasserverschwendung scheint dann umso ärgerlicher zu sein. Insbesondere nachdem wir vor Kurzem unseren alleeähnlichen Baumbestand für die Straßen-Umbaumaßnahme Am Neumarkt verloren haben, die für viele von uns überzogen und sinnlos erscheint, könnte dieses Wasser zumindest dazu verwendet werden, die verbliebenen Bäume und Grünstreifen zu bewässern.
Es ist bedauerlich, dass wir als Anwohnende einmal mehr nicht über diese Situation informiert wurden. Man fragt sich, warum es keine Mitteilung seitens der Baufirma oder der zuständigen Behörden gab. Transparenz und Kommunikation sind entscheidend.
Vielleicht hat jemand von euch Kenntnisse oder Kontakte, die uns helfen könnten, dieses Problem anzugehen und das Wasser sinnvoll zu nutzen.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und eure Unterstützung.
Update 11.6.2023: Nachdem ich gefühlt eine Stunde in der Warteschleife war, bekam ich von Hamburg Wasser die“beruhigende“ Auskunft, das sei schon okay. Man spüle die Leitung mit dem vielen Wasser. Das zahlt übrigens Hamburg Wasser. Schade, dass die trockene Natur davon nichts abbekommt. 🤷
Inzwischen füllen wir unsere Gießkannen allabendlich und bewässern damit das verbliebene öffentliche Straßengrün. Die Bäume sind ja bekanntlich inzwischen gefällt.
27.6.2023: Videobeitrag von unserem Nachbarn, Stephan, nach etwa 3 Wochen Tag und Nacht volle Kanne Wasserabteilung in die Kanalisation:
Update 15.6.2023 – das Bezirksamt informiert wie folgt. Vielen Dank für die Informationen:
„Einleitung von großen Menge Trinkwasser in einen Graben
Im gesamten Vorhabengebiet wird die alte Trinkwasserleitung durch HamburgWasser erneuert. Vor Inbetriebnahme wurde zuletzt die Leitung im Bereich von „Am Neumarkt 15“ gespült, um eine Keim-Freiheit gewährleisten zu können. Deshalb darf das Wasser auch nicht weiter als Trinkwasser eingesetzt werden. Wo HamburgWasser dann das Wasser hin ableitet, liegt in deren Zuständigkeitsbereich.“
Hier schließt sich eine andere Frage an:
Warum fahren sich zur Zeit so viele LKWs in den Umleitungen fest. Dadurch müssen teils die Gelenkbusse des HVV rückwärts umkehren, um ihre Fahrt über andere Strecken fortsetzen zu können?


Stellungnahme des Bezirksamts:
„Probleme mit sich in der Baustelle festfahrenden LKWs kommen
In der Baustelle ist derzeit ein überhöhtes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen, da zusätzlich zum Baustellenverkehr der bezirklichen Maßnahme und den Fahrzeugbewegungen der im selben Baustellenbereich für Leitungsunternehmen tätigen Firmen Burmeister und Wähler, auch noch die täglich rund 140 LKW Transporte zum Nestlé Chocoladenwerk hinzukommen. Trotz enger Abstimmung mit Nestlé, welche die europaweit tätigen Speditionen informiert haben, kommt es zu Missachtungen der angeordneten Verkehrszeichen auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke.
Es wurde festgestellt, dass die LKW, die sich verfahren haben, nicht den Umleitungen folgten, sondern auf Ihr heimatländisches (LKW-)Navi vertrauen. Ebenso sind bei den diversen auf Nutzerdaten basierten Navis (Google Maps z.B.) die gesperrten Straßenzüge falsch angegeben; darauf hat MR keinen Einfluss und kann das auch nicht korrigieren. Wir haben Google bereits informiert, allerdings zeigt unsere Erfahrung, dass eine Änderung, wenn überhaupt, lange dauert. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass sich die Situation nach einiger Zeit beruhigt und die LKW – Fahrer die Situation kennen und meiden. Allerdings haben wir auch schon festgestellt, dass Schilder häufig nicht beachtet werden.
Der Bereich zwischen Efftingestraße und Kedenburgstraße ist mit Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) voll gesperrt. An der Ausfahrt von Nestlé ist mit VZ 209 (vorgeschriebene Fahrtrichtung rechts) gewährleistet, dass der Anlieferungsverkehr sich nicht ins Baufeld verirrt. Ein Zusatzzeichen „wenden für LKW nicht möglich“ ist seitens Polizei nicht möglich und erforderlich, da mit VZ 250 bereits keine Durchfahrt gestattet wird und der „abfließende Verkehr“ über die Kedenburgstraße und den Umleitungen zum eigentlichen Ziel geführt wird. Ein Verbot noch mal zu unterstreichen macht aus Sicht der Polizei keinen Sinn.
Das von Ihnen vorgeschlagene Zeichen „keine Wendemöglichkeit für LKW“ ist überall dort aufgestellt, wo sich vor der Straßensperrung ein Abschnitt mit Sackgasse befindet. Eine „Doppelung“ von Schildern wird von der Polizei nicht angeordnet und hilft auch nicht wirklich.“
