Verkehrswende im Auge des Betrachters

Am Neumarkt, 25.6.2023

Am heutigen Sonntag fand ein wichtiges Treffen für unsere Bürgerinitiative statt, bei dem wir uns den Straßenquerschnitt in unserer Straße nochmals genauer vor Ort angesehen haben. Das Ziel war es, unsere Wünsche und Forderungen für den bevorstehenden Umbau der Straßen zu besprechen und uns auf den Besuch des Bauamts am kommenden Dienstag vorzubereiten.

Bei diesem Treffen hatten wir auch die Möglichkeit, einen aktiven Vertreter der Jungen Union kennenzulernen. „Trotz“ seines jungen Alters von gerade einmal 19 Jahren vertritt er bereits dezidierte Meinungen zu den überzogenen Baumaßnahmen im Namen der angeblichen Verkehrswende in Hamburg. Er bestätigte uns, dass viele junge Leute die Ansichten der SPD und Grünen nicht teilen. Es war interessant, seine Perspektive zu hören und festzustellen, wie breit die Unterstützung für eine ausgeglichene und auch wirtschaftlich weitsichtige Verkehrsentwicklung unter jungen Menschen ist.

Während des Treffens hatten wir auch die Möglichkeit, eine Fahrradtour der örtlichen Bundestagsabgeordneten zu beobachten. Sie machten einen Zwischenstopp auf einem Gelände, das als Ausweichplatz für den Am Neumarkt abgebauten Sportplatz dient. Dort wurde ihnen erklärt, dass für einen möglichen Tribünenbau möglicherweise nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen und alternative Standorte in Betracht gezogen werden könnten. Dies war ein interessanter Aspekt, der unsere Aufmerksamkeit erregte.

Unsere Mitglieder Kristina und Thomas nutzten diese Gelegenheit, um auf den aktuellen Mangel an Parkplätzen hinzuweisen. Sie machten darauf aufmerksam, dass durch den anstehenden Straßenumbau weit über 90 Parkplätze verschwinden werden. Dies ist besonders besorgniserregend, da die geplante Neubausiedlung (Am Neumarkt 14) 360 Wohneinheiten umfassen wird, jedoch viel zu wenige Parkplätze eingeplant sind. Es scheint, als wären die neuen Bedarfe im Zusammenhang mit dem Sportplatz und dem möglichen Tribünenbau sowie dem Neubauprojekt nicht angemessen berücksichtigt worden. Das entnahmen wir auch den Rückmeldungen aus den Reihen der „normalen“ SPD-Mitglieder, denen dieses offensichtliche Defizit sofort ins Auge fiel. Das scheint nach unserer Wahrnehmung Mandatsträger in der selben Partei wohl deutlich schwerer zu fallen.

Wir als Bürgerinitiative sind fest entschlossen, für unsere Anliegen einzustehen. Wir werden weiterhin mit unseren Bürgerbegehren kämpfen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger bei den anstehenden Baumaßnahmen angemessen berücksichtigt werden. Es ist für alle wichtig, dass wir eine ausgewogene Lösung finden, die sowohl die Interessen der Verkehrswende als auch die Parkplatzbedürfnisse und die Ersatzbepflanzung mit Bäumen der unserer Straße berücksichtigt.

Gemeinsam werden wir uns weiterhin für eine nachhaltige und lebenswerte Umgebung einsetzen und sicherstellen, dass unsere Stimmen gehört werden.

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